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UNTERBRINGUNG

Trotz ihrer geringen Größe benötigen Baluchistan-Rennmäuse viel Platz um sich auszutoben. Aquarien mit selbstgebauten Gitteraufsatz sind dafür sehr gut geeignet, da sie den Rennmäusen gleichzeitig die Möglichkeit geben, unten zu buddeln und Gänge anzulegen und oben zu klettern und die schöne Aussicht zu genießen. Ich würde Gitteraufsätze einem geschlossenen hohen Terrarium vorziehen, da die Gitterflächen noch zusätzliche Klettermöglichkeiten schaffen, außerdem stehen die neugierigen Rennmäuse so besser mit ihrer Umwelt in Kontakt. Sie klettern sehr gerne und geschickt. Höhen werden gut von ihnen abgeschätzt, so dass sie dem Halter nicht von der Hand gleiten, wie dies z. B. bei vielen Hamstern leicht passiert.
Als Minimum für ein Pärchen sollten 100x50x50 cm angesehen werden, wobei eine größere Höhe zu bevorzugen ist. Das Terrarium sollte reich strukturiert sein und die Einrichtung immer wieder mal geändert werden, da die aktiven Rennmäuse sich sonst schnell langweilen können. Neue Gegenstände werden sehr genau und mit Begeisterung untersucht. Genagt wird bei meinen Baluchistan-Rennmäusen sehr wenig. Klorollen können einige Wochen unangetastet liegen bleiben, was bei meinen Mongolen undenkbar wäre. Auch Korkröhren und andere Einrichtungsgegenstände, die von anderen Rennmäusen schnell zerstört werden, haben bei meinen Baluchistan-Rennmäusen eine lange Lebensdauer.

Die Wahl der richtigen Einstreu ist wichtig, um ein schönes Fell zu gewährleisten, denn wie bei allen Gerbillus-Arten verfettet es sehr schnell. Meine Baluchistan-Rennmäuse zeigen nur sehr geringes Interesse an Sand und benutzen diesen auch nicht zum Baden. Sie wälzen sich nur auf rauen Steinen oder dem glatten Glasboden des Aquariums. Mit einer gut saugfähigen Einstreu wie gewöhnlichen Holzspänen (besonders den extra feinen) wird das Fell sehr locker und fettfrei, das Ergebnis ist meist wesentlich besser als mit Sand.

Text von Sara Yousef
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