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ERNÄHRUNG

Die natürliche Nahrung der Steppenwühlmäuse besteht aus Gras bzw. Heu, Wurzeln, jungen Trieben und Moosen. Ab und zu ergänzen sie ihr Nahrungsspektrum auch durch Kerbtiere, die sie im Boden finden.

In Menschenobhut sollten Steppenwühlmäuse mit einem Gemisch aus Körnerfutter (Wellensittichfutter und Kanarienfutter im Verhältnis 2:1) und Gemüse (Möhren, Schwarzwurzeln, Futterrüben etc.) ernährt werden. Stark zuckerhaltiges Obst wie süße Äpfel, Birnen, Bananen u. ä. sollte möglichst nicht verfüttert werden, da das auf karge Kost eingestellte Verdauungssystem der Steppenwühlmäuse mit dem darin enthaltenen Zucker evtl. nicht klarkommt. Die Ausbildung von Diabetes, wie sie z. B. beim Degu bekannt ist, kann bei der Gabe großer Mengen zuckerhaltiger Obstsorten nicht ausgeschlossen werden.

Ergänzt werden kann die Nahrung durch die Gabe von Lebendfutter (z. B. Mehlwürmer) und Insekten- bzw. Eifutter für Ziervögel. Auch die Gabe von frischem Waldboden mit den darin enthaltenen Kerbtieren kann zur Versorgung mit tierischen Eiweißen genutzt werden.

Wesentlich für eine erfolgreiche Zucht ist die Gabe von frischem Grünfutter und Moos. Fehlt dieses, bleibt Nachwuchs meistens aus. Auch Grasballen mit Wurzeln sind eine wichtige Nahrungskomponente. Durch die in der Erde des Ballens enthaltenen Insekten können die Wühlmäuse gleichzeitig tierisches Eiweiß aufnehmen.

Text von Ralf Sistermann
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