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UNTERBRINGUNG

Idealerweise werden Steppenwühlmäuse in ausgedienten Aquarien gehalten. Die Grundfläche der Unterkunft für eine Gruppe von 4-6 Tieren sollte 100x40 cm betragen. Bei größeren Gruppen sollte der Käfig entsprechend größer sein. Bei der Gruppenhaltung muss jedoch stets auf evtl. auftretende Streitigkeiten innerhalb der Gruppe geachtet werden, da ansonsten rangniedere Tiere entweder zu Tode gebissen werden können oder bedingt durch den ständigen Stress einfach verhungern. Wer die Zeit zum regelmäßigen Beobachten der Tiere nicht hat, hält besser nur ein Paar zusammen und trennt die Jungtiere spätestens im Alter von 6 Wochen von den Elterntieren. Da Steppenwühlmäuse durchaus springen können, sollte eine Abdeckung des Beckens nicht vergessen werden.

Als Einstreu bietet sich eine etwa 15 cm dicke Schicht aus einem Gemisch aus Rindenmulch und ungedüngter Blumenerde. Als Deckstreu wird Heu oder Stroh verwendet. In dieses Gemisch bauen die Wühlmäuse dann ihre Gänge und Kammern.

Weiterhin sollte den Tieren ein Unterschlupf in Form eines Nagerhäuschens zur Verfügung gestellt werden. Um den Mäusen eine abwechslungsreiche Umgebung zu bieten, können zusätzlich größere Wurzeln, Moos, Grasballen und Steine in das Becken eingebracht werden. Tauscht man diese einmal pro Woche aus oder ändert ihre Position, gibt man den Wühlmäusen immer wieder neue Anreize, ihre Umgebung zu erkunden.

Zusätzlich sollte zur Käfigausstattung einer handelsübliche Nagertränke gehören, da ihnen ständig Wasser zur Verfügung stehen sollte. Außerdem benötigt man nagesichere Futternäpfe, wobei sich glasierte Tonschalen bewährt haben.

Text von Ralf Sistermann
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