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ZUCHT

Die Zucht der Steppenwühlmaus gelingt am besten in Gruppenhaltung. Dabei sollte ein älteres Weibchen mit drei bis vier jüngeren Weibchen und einem unverwandten Männchen zusammengesetzt werden. Werden mehrere Männchen zur Gruppe gesetzt, unterdrückt das ranghöchste Tier die anderen. Evtl. kommt es durch andauernde Rangkämpfe nicht zur Fortpflanzung. Alternativ kann auch ein einzelnes Paar zur Zucht angesetzt werden.

Bleibt der Nachwuchs aus, sollte das Männchen ausgetauscht werden. Kommt es zur erfolgreichen Paarung, erfolgt der Wurf nach ca. 23 Tagen. Pro Wurf werden 5-6 Junge geworfen, die nach 3 Wochen selbstständig sind. Junge Weibchen kann man in der Gruppe belassen, die Männchen sollten besser entfernt werden. Man sollte nicht mehr als zwei Würfe pro Jahr zulassen, da ansonsten das Muttertier zu stark geschwächt wird. Bereits ab dem dritten Wurf nimmt die Zahl der Jungen und deren Größe oft deutlich ab.

Bei der Zusammensetzung neuer Zuchtgruppen sollte darauf geachtet werden, dass die Tiere unverwandt sind, bzw. zumindest das Männchen nicht mit den Weibchen verwandt ist, da es bei dieser Art sonst leicht zu Inzuchtdepressionen kommen kann.

Insbesondere während der Jungenaufzucht benötigen die Wühlmäuse ernorme Mengen an Grünfutter. Es ist immer wieder erstaunlich welche Mengen die kleinen Kerle täglich aufnehmen können. Besonders beliebt sind dabei Vogelmiere, Löwenzahn und Moos.

Text von Ralf Sistermann
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