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ERNÄHRUNG

Da Buschschwanzrennmäuse bei falscher Ernährung zu Verfettung neigen, sollte sehr gut auf die Wahl und die Menge des Futters geachtet werden. Eine Buschschwanzrennmaus in freier Wildbahn wiegt um die 50g, in Menschenobhut sollte ihr Gewicht 80g nicht überschreiten.

Bei der Wahl des Futters sollte man sich an ihrer extrem kargen Herkunft orientieren. Wie gesagt besteht die Nahrung der wilden Buschschwanzrennmäuse hauptsächlich aus Wurzeln, Grassamen und Kräutern.

Ich füttere meine Nager nach dem Konzept von Ralf Sistermann.
Das Grundfutter sollte aus verschiedenen Hirse-, Glanzsaaten und Grassamen bestehen. Hierfür ist eine Mischung aus Exoten- und Kanarienfutter und zusätzlichen Grassamen (gibt es als Futtermittel in Internetshops) sehr gut geeignet. Keimfutter ist eine gesunde, vitaminreiche Ergänzung dazu.
Nagerfutter aus dem Handel ist fast immer zu fetthaltig und enthält viele unnötige Inhaltsstoffe. Hier zu noch ein interessanter Link. Der Text handelt zwar von Meerschweinchen und Kaninchen, das Prinzip des „bunten Futters“ ist aber für alle Nagetierhalter interessant.

Buschschwanzrennmäuse sollten, wie alle Nager, von klein auf an Frischfutter gewöhnt werden, da diese Zeit prägend für das Futterverhalten der erwachsenen Tiere ist. Es ist oft schwierig, ältere Tiere von Frischfutter zu überzeugen, wenn sie es nicht gewohnt sind.
Ungiftige Kräuter aus dem Garten oder Karottengrün sollten häufig gereicht werden, Gemüse, besonders Wurzelgemüse, täglich. Obst ist aufgrund des hohen Fruchtzuckergehalts nicht so gut geeignet, aber gegen ein kleines Stückchen ab und zu ist nichts einzuwenden.

Tierisches Eiweiß in Form von Mehlwürmern, Grillen etc. sollte mehrmals die Woche verfüttert werden. Bei häufiger Gabe sind Heuschrecken und Grillen Mehlwürmern vorzuziehen, da sie einen geringeren Fettgehalt haben als Mehlwürmer.

Wasser sollte immer zu Verfügung stehen. Am besten reicht man es ihnen in einer Tränke, denn so wird das Wasser nicht verschmutzt oder verbuddelt. Da die Buschschwanzrennmäuse aber schnell ihre Tränken zernagen, hat man einen sehr hohen Tränkenverschleiß, wenn man diese nicht durch einen Metallkorb oder irgendwelche anderen erfinderischen Dinge schützt.

Text von Sara Yousef
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