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ZUCHT

Nachzuchten sind bisher leider nicht so häufig bei Sandratten in Menschenobhut, dies kann in direktem Zusammenhang mit ihrem Hang zu Diabetes und Fettleibigkeit stehen, die die Fertilität einschränken oder auch zu völliger Infertilität führen können. Die Anzahl der Würfe im Jahr wird meist als eher gering im Vergleich zu anderen Rennmäusen angegeben, wobei ich selbst aber auch schon 6-8 Würfe pro Jahr beobachten konnte. Mit meist 3-6 Jungtieren sind auch die Wurfgrößen bei meinen Tieren eher höher.

Das Männchen bleibt auch nach der Geburt der Jungen in der Gruppe bzw. beim Weibchen, obwohl es gelegentlich vorkommt, dass das Weibchen vor allem nach der Geburt recht zickig ist und das Männchen dann nicht mehr in der Höhle duldet. Besonders in dieser Zeit sollte darauf geachtet werden, dass genügend Versteckmöglichkeiten zur Verfügung stehen und es keine Aggressionen in der Gruppe gibt. Das Weibchen sollte in der Zeit natürlich nicht gestört werden. Meist legt sich das zickige Verhalten des Weibchens aber bis etwa eine Woche nach der Geburt und dann schlafen wieder alle einträchtig zusammen. Ich konnte beobachten, dass es ebenso kein Problem ist größere Jungtiere in der Gruppe zu behalten, auch wenn das Muttertier bereits wieder Babys bekommen hat.
Diese Nager leben bei mir sehr harmonisch in Familienclans zusammen.

Text von Therese Isler
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