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STECKBRIEF

Wissenschaftlicher Name: Pachyuromys duprasi
Deutscher Name: Fettschwanzrennmaus, Dickschwanzrennmaus
Englischer Name: Fat-tailed Gerbil, Duprasi
Ordnung: Rodentia
Familie: Muridae
Unterfamilie: Gerbillinae
Vorkommen: Nordafrika von Marokko bis Ägypten
Größe: 10-14cm + 4-6cm Schwanz
Gewicht: In freier Wildbahn 20-45g
Geschlechtsreife: mit frühestens 2 Monaten
Tragzeit: 19-24 Tage
Durchschnittliche Wurfgröße: 3-5 Junge
Sozialverhalten: Gesellig bis territorial
Aktivitätsphasen: Nachtaktiv
Besonderheiten: Schlafen oft auf dem Rücken
Anspruch: Einfach

ALLGEMEINES

Eine sehr ungewöhnliche Erscheinung unter den Rennmäusen ist die Fettschwanzrennmaus. Während andere Rennmäuse meist schlanke, langschwänzige Tiere mit oft relativ langen Hinterbeinen sind, erscheinen Fettschwanzrennmäuse recht plump, mit einem sehr kurzen, keulenförmigen und nackten Schwanz und kurzen Beinen, die sie weder zum Springen noch zum Klettern befähigen. Damit sprechen sie eigentlich eher den Hamster- als den Rennmausfreund an. Wer sich auf diese Tierchen einlässt, kann an ihnen mit ihrem hübschen Gesicht und den großen schwarzen Knopfaugen viel Freude haben. Sie sind meist sehr umgänglich gegenüber Menschen, und auch untereinander sind sie - obwohl in der Natur eher solitär lebend - in der Regel friedlich, wie bei allen Tieren natürlich auch hier mit individuellen Ausnahmen.

In der Natur bewohnen sie Wüstengebiete Nordafrikas mit nur spärlicher Buschvegetation. Einen großen Teil ihrer Nahrung machen neben pflanzlichem Material Insekten aus. In ihrem Schwanz legen sie für Zeiten der Nahrungs- und Wasserknappheit Fettreserven an. Ohnehin den übrigen Rennmäusen schon in der Gestalt kaum ähnlich, weisen sie auch im Verhalten eine abweichende Besonderheit auf: Während die meisten Rennmäuse sehr aktive und aufmerksame Tiere sind, sind Fettschwanzrennmäuse regelrecht verschlafen und träge. Sie schlafen oft ausgestreckt auf dem Rücken liegend, so dass sie leicht den Eindruck eines toten Tieres machen. Auch wenn sie dann im Schlaf berührt werden, dauert es leicht eine halbe Minute, bis sie darauf überhaupt reagieren. Entsprechend zeigen sie sich auch oft viel weniger scheu gegenüber Menschen und sind leichter zu zähmen als etwa manche Gerbillus-, Tatera- oder sogar Meriones-Arten und bleiben auf der Hand meist erstaunlich ruhig sitzen ohne irgendwelche Anstalten zur Flucht zu machen.

Text von Stefan Schumacher
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