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ZUCHT

Die Zucht von Großen Wüstenspringmäusen ist bisher eine echte Seltenheit. Bei den wenigen Erfolgen handelt es sich meist um trächtig importierte Tiere. Oftmals werden bei diesen Tieren die Jungen nach der Geburt nicht angenommen und müssen per Hand aufgezogen werden. Dieses Unterfangen ist jedoch extrem schwierig und gelingt fast nie.

Inzwischen ist mir die Nachzucht zweimal gelungen. Entscheidend für den Zuchterfolg scheint eine längere Periode mit spärlicher Fütterung (kein Grünfutter, nur alle zwei Tage etwas Wellensittichfutter) im Wechsel mit einer Periode der optimalen Versorgung (viel Grünfutter, Keimfutter, Körnerfutter ad libitum, Lebendfutter) gewesen zu sein.

Zum Paarungsverhalten der Springmäuse gehört, dass das Männchen das Weibchen mit kleinen Sprüngen verfolgt. Das Weibchen bleibt daraufhin stehen und es kommt zur Paarung. Dieses Verhalten kann mehrere Stunden dauern.

Die Tragzeit von J. orientalis beträgt ca. 28 Tage. Nach ca. 5-6 Wochen verlassen die Jungtiere erstmals den Bau, benötigen aber nochmals mindestens 4 Wochen, bis sie selbstständig sind.

Unabdingbar für einen Zuchterfolg ist es, dass die Tiere während der Jungenaufzucht völlige Ruhe haben. Auf Nestkontrollen sollte man ganz verzichten, da die Jungtier sonst u. U. von den Eltern verlassen werden. Wichtig ist auch, die Jungen so lange wie möglich bei den Eltern zu belassen, damit sie sich richtig entwickeln. Mindestens 2,5 Monate sollten die Jungtiere bei den Eltern bleiben.

Text von Ralf Sistermann
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