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UNTERBRINGUNG

Trotz ihrer geringen Größe sollten Taterillus harringtoni nicht in zu kleinen Behältnissen untergebracht werden, eine Grundfläche von 100x50 cm ist für eine Gruppe von drei bis vier Tieren jedoch ausreichend. Dabei sollten den Tieren stets mehrere Unterschlupfe zur Verfügung stehen, damit sich die stressanfälligen Tiere jederzeit zurückziehen können. Augrund ihrer Stressanfälligkeit sollten auch jegliche Manipulationen im Käfig auf ein Minimum reduziert werden.
Unbedingt erforderlich ist die Gabe von Sand, da das Fell der Tiere ansonsten leicht verfettet und es zu Erkältungskrankheiten kommen kann. Wie bei einigen anderen Rennmausarten hat sich bei mir die Haltung auf einem Gemisch aus Vogel- und Chinchillasand im Verhältnis 2:1 bewährt.
Für Bau und Auspolstern von Nestern sollte man den Tieren Heu und Stroh zur Verfügung anbieten, auch Hundehaar wird gerne angenommen.
T. harringtoni scheinen temperaturanfälliger als andere Arten ihrer Gattung zu sein. Unter 18°C zeigen sie deutliche Anzeichen von Unwohlsein. Experimente bezüglich der Temperatur sollten deshalb im Hinblick auf die artgerechte Haltung und die Seltenheit der Tiere in Menschenobhut unterlassen werden.

Text von Ralf Sistermann
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