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STECKBRIEF

Wissenschaftlicher Name: Peromyscus eremicus
Deutscher Name: Kaktusmaus
Englischer Name: Cactus Mouse
Ordnung: Rodentia
Familie: Cricetidae
Unterfamilie: Neotominae
Vorkommen: Wüstengebiete im Süd-Westen der USA, Nord-Mexiko
Größe: 8 cm + 10 cm Schwanz
Gewicht: 18-40 g, meist etwa 25 g
Geschlechtsreife: mit 39 Tagen
Tragzeit: 21 Tage (bis 40 Tage bei säugenden Weibchen)
Durchschnittliche Wurfgröße: 2-3 Junge
Sozialverhalten: Gesellig
Aktivitätsphasen: Nachtaktiv
Besonderheiten: -
Anspruch: Einfach

ALLGEMEINES

Kaktusmäuse unterscheiden sich von den anderen Arten der Hirsch- oder Weißfußmäuse (Peromyscus) auf den ersten Blick durch den längeren, fast einfarbigen Schwanz sowie das sehr dichte, weiche und lange Fell. Im Gegensatz zu den anderen Arten haben sie statt drei nur zwei Paar Zitzen, so dass je Wurf maximal vier Junge aufgezogen werden können, die von der Mutter an den Zitzen hängend transportiert werden.

Es sind nachtaktive Bewohner extremer Lebensräume wie steiniger Wüsten und Halbwüsten. Dementsprechend sind sie auf ein geringes Wasserangebot eingestellt und decken ihren Wasserbedarf fast ausschließlich über ihre Nahrung, wie die wasserreichen Blätter verschiedener Sukkulenten. Zeiten besonders hoher Temperaturen und damit Futter- und Wassermangel können sie, wie die Taschenmäuse (Perognathus), im Zustand eines Torpors (Trockenschlaf) überdauern. Ihre Nester werden meist unterirdisch in selbst gegrabenen oder von anderen Nagern übernommenen Bauen angelegt.

Die Jungtiere tragen ein deutlich erkennbares Jugendfell: Zunächst ist es auf der Körperoberseite chinchillagrau und wird im Laufe mehrerer Monate eher gelb-braun. Trotz ihrer früh einsetzenden Geschlechtsreife bleiben die Jungen, nach einer Säugezeit von bis zu 40 Tagen, häufig noch einen weiteren Monat in engem Kontakt zur Mutter. Kaktusmäuse können bereits Nachwuchs bekommen, wenn sie selbst noch ihr Jugendfell tragen und noch lange nicht ihre Endgröße erreicht haben. Bis sie ganz ausgewachsen sind, kann es weit über ein halbes Jahr dauern.

Auch wenn sie in Gefangenschaft meist eine gewisse Scheu beibehalten und sicher keine Streicheltiere sind, sind Kaktusmäuse doch hübsche und liebenswerte Terrarienbewohner, deren Ansprüche sich leicht erfüllen lassen und die auch in Gruppen meist sehr friedlich sind.

Text von Stefan Schumacher
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