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ZUCHT

Die Zucht der Kleinen Wüstenspringmaus gelingt inzwischen regelmäßig, wenn auch nur bei einigen Haltern. Ausschlaggebend für den Erfolg scheint neben der nötigen Geduld und Ruhe die entsprechende Ernährung zu sein. Nachzuchten ziehen übrigens leichter nach als Wildfänge.

Die Tragzeit von J. jaculus beträgt ca. 25 Tage. Nach etwa 4-5 Wochen verlassen die Jungtiere erstmals den Bau, benötigen aber nochmals mindestens 4 Wochen, bis sie selbstständig sind. Früher sollte man sie nicht von den Eltern trennen. Als hilfreich hat sich die Verwendung von Nagerhäuschen erwiesen, deren Eingang mehrere Zentimeter über dem Boden liegen. Dadurch wird vermieden, dass die Jungtiere aus Versehen aus dem Nest gelangen, was bei Wüstenspringmäusen dazu führen kann, dass die Jungen nicht mehr weiter aufgezogen werden, da zumindest bei vielen Exemplaren kaum ein Instinkt zum Zurückholen der Jungen ausgeprägt ist.

Unabdingbar für einen Zuchterfolg ist es, dass die Tiere während der Jungenaufzucht völlige Ruhe haben. Auf Nestkontrollen sollte man ganz verzichten, da die Jungtiere sonst u. U. von den Eltern verlassen werden.

Text von Ralf Sistermann
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