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ERNÄHRUNG

Die Ernährung der Streifenhörnchen hängt sehr stark von den Haltungsbedingungen ab. Werden die Hörnchen in Außenvolieren gehalten, muss der Anteil an fettreichen Saaten höher sein als bei reinen Wohnungstieren. Zusätzlich ist die Ernährung jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen. Im Herbst brauchen die Streifenhörnchen mehr Fett, um sich ihre Fettpolster für die Winterruhe anzufressen. Generell sollte darauf geachtet werden, dass die Ernährung so natürlich und abwechslungsreich wie möglich erfolgt. Schokolade, Kekse und ähnliches haben in der Nahrung der natürlich nichts zu suchen.

Grundfutter
Einen hohen Anteil an Sonnenblumenkernen sollte das Futter nur vor der Winterruhe haben.
Das Grundfutter sollte aus einer Mischung aus Großsittichfutter mit einem geringen Anteil an Sonnenblumenkernen und verschiedenen Getreidesorten (Weizen, Hafer, etc.) bestehen. Zusätzlich sollten regelmäßig Nüsse (mit und ohne Schale) gereicht werden. Dabei sollte bedacht werden, dass insbesondere Nüsse einen hohen Fettanteil haben. Auf die Gabe von Erdnüssen sollte möglichst verzichtet werden, da diese oftmals mit Pilzen infiziert sind. Möchte man dennoch Erdnüssen verfüttern, so sollten sie vor der Verfütterung auf schwarze Stellen (Pilzrasen) untersucht werden. Solch kontaminierte Nüsse dürfen auf keinen Fall verfüttert werden.

Obst und Gemüse
Zur ausreichenden Versorgung mit Vitaminen wird das Futter durch die Gabe von Obst und Gemüse ergänzt. Streifenhörnchen fressen nahezu alles, was ihnen angeboten wird. Besonders beliebt sind Möhren, Trauben, Äpfel und Birnen. Kohl in jedweder Form sollte nur selten und in geringen Mengen verfüttert werden, da er zu Blähungen und damit zu schweren Verdauungsproblemen führen kann. Auch die in Tomaten enthaltene Oxalsäure kann Nierenschäden verursachen.

Zusatzfutter
Insbesondere zur Zuchtzeit und nach der Winterruhe sollte das Futter besonders reich an tierischen Eiweißen sein. Geeignet ist hier neben der Gabe von Lebendfutter auch Insektenfutter, wie es in der Ziervogelhaltung verwandt wird. Aber auch ein Verfüttern von Hüttenkäse, Magerquark oder gekochten Eiern ist möglich. Doch Vorsicht, übermäßige Gabe von tierischem Eiweiß führt zu Nierenproblemen.

Text von Ralf Sistermann
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