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STECKBRIEF

Wissenschaftlicher Name:
Meriones crassus perpallidus / M. c. crassus
Deutscher Name:
Sundevall-Rennmaus / Pakistanische Rennmaus
Englischer Name:

Jerusalem Jird, Silky Jird, Gentle Jird

Ordnung:
Rodentia
Familie:
Muridae
Unterfamilie:
Gerbillinae
Vorkommen:
Ägypten, Marokko, Pakistan bis Sinai
Größe:
M. c. crassus: 10 - 11cm + 10cm Schwanz)
M. c. perpallidus: 12-16 cm + 12-16 cm Schwanz
Gewicht:
80-120 g
Geschlechtsreife:
mit 90 -120 Tagen
Tragzeit:
22-24 Tage
Durchschnittliche Wurfgröße:
4-8 Junge
Sozialverhalten:
Familiengruppen
Aktivitätsphasen:
Nachtaktiv
Besonderheiten:
-
Anspruch:
Einfach

ALLGEMEINES

Die Nominatform Meriones crassus crassus lebt in Pakistan bevorzugt in felsigen Habitate. Dies gilt auch für einige andere Unterarten. M. c. perpallidus, die im Allgemeinen als Sundevall-Rennmaus gehandelt wird, lebt hingegen in den sandigen Wüstenausläufern Ägyptens. Sie ist deutlich größer als die Nominatform, die ungefähr die Größe einer mongolischen Rennmaus besitzt. Leider wird die Sundevall-Rennmaus häufig mit der Shaw-Rennmaus (M. shawi) verwechselt.

In Großbritannien wird sie deshalb auch als „Shaw II“ gehandelt, oftmals handelt es sich aber bei den so angebotenen Tieren sogar um Mischlinge aus Sundevall-Rennmaus und Libyscher Rennmaus (M. libycus). Die Sundevall-Rennmaus ist jedoch deutlich rötlich gefärbt, während die Shaw-Rennmaus eine gräuliche Färbung aufweist. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Schwanz: Shaw-Rennmäuse haben einen relativ kurzen, seltsam deplaziert wirkenden Schwanz, Sundevall-Rennmäuse haben hingegen einen deutlich längeren Schwanz mit einer langen schwarzen Spitze.

Sundevall-Rennmäuse leben in Familiengruppen, die ein weit verzweigtes Gangsystem mit einem Durchmesser von 2,5 bis 3,5 m und bis zu 2 m Tiefe bewohnen. Wie viele andere Wüstenbewohner auch, sind Sundevall-Rennmäuse hauptsächlich nachtaktiv.

Sie sind deutlich verträglicher als die oft mit ihnen verwechselten Shaw-Rennmäuse. So ist es durchaus möglich, Sundevall-Rennmäuse in Gruppen zu halten, wobei neben gleichgeschlechtlichen auch gemischtgeschlechtliche Gruppen in der Regel stabil sind. Da es aber auch bei ihnen in Gruppenhaltung z. B. bedingt durch die Erkrankung eines Tieres zum Ausbrechen von Rangstreitigkeiten kommen kann, die für unterlegene Tiere bei fehlenden Ausweichmöglichkeiten mit schweren Verletzungen enden können, empfiehlt es sich eher, die Tiere paarweise zu halten. Will man keinen Nachwuchs, dann können sowohl Männchen wie Weibchen auch als gleichgeschlechtliche Paare gehalten werden.

Text von Ralf Sistermann
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