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STECKBRIEF

Wissenschaftlicher Name: Perognathus flavus
Deutscher Name: Taschenmaus
Englischer Name: Silky Pocket Mouse
Ordnung: Rodentia
Unterordnung: Castorimorpha
Familie: Heteromyidae
Unterfamilie: Perognathinae
Vorkommen: USA (Texas, Arizona usw.) und Mexiko
Größe: 5cm + 4cm Schwanz
Gewicht: 7 g
Geschlechtsreife: 6 Wochen
Tragzeit: 21 Tage
Durchschnittliche Wurfgröße: 4 Junge
Sozialverhalten: Einzelgänger
Aktivitätsphasen: Nachtaktiv
Besonderheiten: Mit Fell ausgekleidete Backentaschen
Anspruch: Einfach

ALLGEMEINES

Die Familie der Taschenmäuse umfasst etwa 60 sehr gut an das Leben in extremen Trockengebieten angepasste Arten. Darunter finden sich auch die Känguru-Ratten, die mit ihren langen Hinterbeinen den afrikanischen Springmäusen zum Verwechseln ähnlich sehen, während die Eigentlichen Taschenmäuse eher eine normale Mäusegestalt haben.
Sie nehmen in der Natur normalerweise nie Trinkwasser zu sich, da sie ihren ganzen Wasserbedarf über ihre relativ trockene Nahrung decken können. Sie verbringen den größten Teil ihres Lebens unterirdisch in ihren Bauten. Das geht so weit, dass die Tiere in einer Untersuchung zwischen Dezember und März überhaupt nie und im gesamten restlichen Jahr nur an 60 bis 90 Tagen (bei wenig Nahrung öfter, bei viel Nahrungsangebot seltener) auf der Erdoberfläche zu finden waren.
Sie sind in der Lage, extreme Hitze, Kälte oder Nahrungsknappheit in einem Torpor, einer winterschlafähnlichen Starre zu überdauern.

Ihren Namen Heteromyidae („andersartige Mäuse“) trägt die Familie wegen einer anatomischen Besonderheit: Sie haben Backentaschen, in denen sie wie Hamster Nahrung sammeln können, jedoch sind diese anders als bei den Hamstern äußerlich angelegt (ähnlich wie Hosentaschen) und mit Fell ausgekleidet.

Bisher wird von den Taschenmäusen vor allem Merriams Känguru-Ratte (Dipodomys merriami) gehalten, inzwischen aber auch nur noch sehr selten. Von den viel kleineren Eigentlichen Taschenmäusen wurde in nur wenigen Exemplaren Perognathus flavus importiert, die übrigen Arten dürften bei uns größtenteils noch nicht gehalten worden sein und auch bei P. flavus gibt es kaum Erfahrungen.

Text von Stefan Schumacher
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