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STECKBRIEF

Wissenschaftlicher Name: Allactaga tetradactyla
Deutscher Name:
Vierzehen-Pferdespringer
Englischer Name: Four-Toed Jerboa
Ordnung: Rodentia
Familie: Dipodidae
Unterfamilie: Allactaginae
Vorkommen:
Libyen, Ägypten
Größe:
10 -13 cm + 15-20 cm Schwanz
Gewicht: 55 - 65 g
Geschlechtsreife: Zwischen 4 Monaten und 1 Jahr
Tragzeit: 28 Tage
Durchschnittliche Wurfgröße: 2-9 Junge
Sozialverhalten:
Fraglich, einige Arten leben einzelgängerisch, andere in Gruppen
Aktivitätsphasen: Nachtaktiv
Besonderheiten: -
Anspruch: Relativ hoch (großer Platzbedarf, Überwinterung)

ALLGEMEINES

Bis auf Vierzehen-Pferdespringer haben alle Allactaga-Arten fünf Zehen an den Hinterläufen, wobei die drei zentralen Zehen gut ausgebildet und die beiden lateralen verkümmert sind. Der Vierzehen-Pferdespringer besitzt hingegen nur eine laterale Zehe. An den Sohlen der Hinterfüße der Pferdespringer befindet sich Vielzahl von kleinen, recht steifen Borsten.

Pferdespringer kommen sowohl in Wüsten, als auch in Halbwüsten und Steppen vor, wobei Allactaga tetradactyla küstennahe Salzsümpfe und Lehmwüsten bevorzugt. Sie legen recht einfache Bauten an, die bis in 150 cm Tiefe reichen können, bewohnt diese aber meist nur kurz. Andere Pferdespringerarten legen hingegen wesentlich komplexere Bauten an, bei A. major sind bis zu vier unterschiedliche Bautypen beschrieben.

Alle Pferdespringerarten sind hauptsächlich nachtaktiv, wobei einige Arten auch bereits in der Dämmerung auf Nahrungssuche gehen. Normalerweise gehen die Tiere auf den beiden Hinterbeinen, bei Gefahr beginnen sie jedoch zu springen und können dabei Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h erreichen. Winterruhe halten fast alle Allactaga-Arten, wobei die Dauer zwischen 4 und 6 Montane schwanken kann, je nach Verbreitungsgebiet.

Ähnlich wie die Jaculus-Arten schlafen Allactaga entweder auf der Seite liegend, wobei der Kopf leicht eingedreht wird, oder auf ihren Hinterbeinen sitzend, wobei auch hier der Kopf zur Brust hin eingedreht wird.

Die Ernährung der Pferdespringer erfolgt hauptsächlich vegetarisch, wobei A. major sogar Melonen öffnet, um an die Samen zu kommen. Ansonsten besteht die Nahrung der Pferdespringer aus Samen, Wurzeln und Sprossen, eine Ausnahme bildet die insectivore A. sibirica.

Das Sozialleben der einzelnen Arten ist sehr unterschiedlich. Während A. euphratica offensichtlich solitär lebt, leben andere Arten wie z. B. A. elater durchaus in Verbänden. Aber auch bei den sozialen Arten findet man meist nur ein Tier pro Bau.

Da in Menschenobhut hauptsächlich A. tetratdactyla gehalten wird, gehe ich im Folgenden auch nur auf diese Art ein.

Text von Ralf Sistermann
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