Unbenanntes Dokument

UNTERBRINGUNG

Die beste Unterbringung für Pferdespringer ist ein Aquarium oder sonstiger langgestreckter Behälter von mindestens 200 cm Länge, empfehlenswerter ist eine Länge von 300 cm bei 100 cm Breite oder mehr. Als Einstreu empfehlen sich neben üblicher Kleintierstreu auch Torf bzw. Terrarienhumus, was vor allem bei A. tetradactyla dem natürlichen Untergrund nahe kommt. Die Dicke der Einstreu sollte mind. 15 cm, besser mehr betragen, damit die Tiere die Möglichkeit haben, sich eigene Gänge und Höhlen anzulegen. Nicht fehlen darf ein Sandbad, wobei auch eine generelle Haltung auf Sand möglich ist.

Zur weiteren Einrichtung des Beckens sollten Wurzeln, Tonröhren und einsturzsichere Steinaufbauten gehören. Pro Tier sollte mindestens ein Unterschlupf angeboten werden, wobei in Gefangenschaft aber meist doch alle Tiere in einem gemeinsamen Unterschlupf schlafen. Bei mir haben sich neben Teppichkernen (Papprollen, auf denen die Teppiche aufgerollt werden) vor allem Tönröhren zur Aufbewahrung von Weinflaschen bewährt.

Die Möglichkeit zum Nestbau scheint bei Allactaga eine wesentliche Rolle als Stimulans für die Fortpflanzung zu spielen. Zwar nehmen die Tiere auch Heu, Stroh, Kokosfasern und Zellstoff zum Nestbau an, wer aber die Möglichkeit hat, sollte den Tieren Alpaka- oder Kamelhaare anbieten, die man auf Nachfrage in Zoos erhalten kann.

Um dem Wärmebedürfnis der Tiere zu entsprechen, sollte eine Wärmelampe oder eine Wärmefolie angeboten werden. Sinnvoll ist es dabei sicherlich, neben einem tagesperiodischen Wärmeverlauf (d. h. tagsüber warm, nachts kalt) auch einen jahreszeitlichen Temperaturverlauf zu simulieren, da insbesondere die kalte Überwinterung eine wesentliche Bedingung für eine erfolgreiche Fortpflanzung zu sein scheint.

 

Text von Ralf Sistermann
Impressum | Design by Alexandre Maia